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Rangdas Schatten
Einst eine weitere gesichtslose Jägerin in der Menge, stieg Rangdas Schatten durch die Verwandlung, die das Tragen ihrer heiligen Maske mit sich brachte, in noch größere Dunkelheit auf. Sie strebt danach, die Rolle des Bösen in seinem endlosen Tanz mit dem Guten zu ehren – einem Tanz, der niemals enden sollte.
Charmed Calamity
Es ist ein wunderschönes Gefühl zu wissen, dass jede Schusswunde und jeder Kehlenschnitt seinen Sinn hat. Rangdas Schatten findet wenige Dinge im Leben befriedigender, als Werkzeuge wie diese Mako 1895 Claw zu führen, um Tod und Chaos zu beschwören.
Ein Gleichgewicht finden
Die Last des endlosen Tötens kann die Seele eines Jägers vergiften, wenn sie nicht bekämpft wird, und bis in die empfindlichsten Winkel seines Geistes vordringen. Führe dieses Scottfield ohne Schuldgefühle. Tröste dich mit dem Wissen, dass der Tod deines Opfers Gleichgewicht bringt und Rangdas Schatten es gutheißt.
Der Zorn von Rangda
Das Ziel des Bösen ist es, die sengende Intensität des Lichts des Guten zu erreichen. Solltest du das verräterische Zischen dieser Haftbombe aus den Schatten vernehmen, wisse, dass das Gleichgewicht im Begriff ist, zerstört zu werden, wenn du von Rangdas Schattenzorn zerrissen wirst.
Bevor sie sich verwandelte, war sie nur eine weitere gesichtslose Jägerin in Zivil. Erschöpft. Verängstigt. Ein Schatten ihrer selbst. So viele Dämonen hausten hier, wucherten durch Erde, Gebäude und die Körper von Lebenden und Toten. Zu oft musste sie mitansehen, wie andere von Monstern zerfleischt oder gegenseitig getötet wurden, von Kugeln durchsiebt oder in Stücke gerissen und in tropfenden, fleischigen Klumpen über Stacheldraht gehängt. Es erfüllte ihre Augen und ihr Herz mit Dunkelheit, bis kein Platz mehr war.
Sie brauchte einen anderen Platz dafür.

Die Verwandlung begann mit der Maske. Genau wie sie es als Kind in ihrer Heimat gelernt hatte, fertigte sie sie aus dem Holz desselben Baumes an, der sich am östlichen Ende des Windy Runs wunderschön von den anderen abhob. Als sie fertig war, legte sie die Maske ehrfürchtig dem Baum dar, bevor sie sie sich über das Gesicht zog. Erschöpfung und Angst waren verschwunden. Die Maske zeigte die Dämonenkönigin Rangda aus den Geschichten ihrer Mutter. Wenn sie sie trug, fühlte auch sie sich fähig, nach Belieben Heere des Bösen anzuführen. Ihre Albträume waren dieselben geblieben, doch anstatt sie schweißgebadet und schreiend aufzuwecken, trösteten sie sie nun wie ein warmes Bad, das all ihre finsteren Gedanken umfing.
Die Antwort hatte schon immer in ihrem Herzen gelegen, angepflanzt durch die Geschichten ihrer Kindheit. Sie verstand nun, dass es bei diesem Einfall niemals um Gut gegen Böse hätte gehen dürfen. Das Geheimnis lag in der Erkenntnis, dass das Gute niemals siegen würde – dass keine Seite gewinnen würde. Denn der Tanz zwischen Gut und Böse war ewig und von Anfang an vorherbestimmt. Sie schnitzte eine zweite Maske – eine des Guten – und trug sie auf dem Rücken als Beweis ihres Engagements für das Gleichgewicht.
Doch sie trug die Maske der Dämonenkönigin im Gesicht. Denn auf diesem Jagdgrund herrschte das Böse, das sich in jeder verdrehten Schöpfung und jeder verfaulten Wunde der Verderbnis offenbarte.
Für Rangda war ein solcher Ort nichts weniger als ein Paradies.